Trotzdem es um 9 Uhr früh noch geregnet hat, kamen gegen 10 Uhr ca. 25 Personen
Schritt für Schritt, nicht nur die Wegstrecke selbst, sondern auch inhaltlich, näherten wir uns mit Hilfe von Thomas Wrbka den Besonderheiten des Lebensraumes. Die Entwicklung über Jahrhunderte, die Art und Weise der Nutzung, naturschutzfachliche oder rechtliche Aspekte, oft komplexe Zusammenhänge, bis ein Gefühl und Verständnis für die Ökologie der unterschiedlichen Flächen entsteht.
Doch keine großen Zusammenhänge ohne Detailwissen und Artenkenntnis wie wir beispielhaft in einer Glatthaferwiese nicht nur von Thomas Wrbka sondern auch von Manfred Fischer erfahren haben.
Am schwersten hatte es Andreas Pospisil. Er hätte uns gerne viel mehr und viel ausführlicher über seine geliebten Schmetterlinge erzählt. Das Wetter und die regennasse Wiese waren nicht ganz auf seiner Seite. Kein typisches Schmetterlingsflugwetter. Doch durch seine Erfahrung und sein Geschick fand er doch immer wieder wunderschöne Tagfalter, oder ein Eigelege…. und es gab ein Gedränge um seine Funde.
Auch die Orchideen-Freunde kamen auf ihre Rechnung, nicht zuletzt, weil Orchideen ihre Blüten glücklicherweise nicht zumachen, wenn es regnet.
Die prächtigen Blütenstände von Orchis purpurea, dem Purpur-Knabenkraut, haben alle schon von der Ferne angelockt. Regen hin oder her, da gab es kein Halten.
Aber was wird da im unteren Bild fotografiert außer „grüne Wiese“? Die Geübten sehen die zarte Ragwurz vor der Linse.
Es war in jeder Hinsicht eine sehr, sehr abwechslungsreiche Exkursion. – JS-

Artenreiche Trockenwiese im Gemeindebesitz: der gemeinsame Pflegeeinsatz hat sich gelohnt: die Orchideenbestände nehmen zu! Foto: IWF

Dank unserer Entbuschung stehen nur mehr wenige Einzelsträucher, neue Orchideenbestände zeigen den Erfolg dieser Maßnahme! Foto: IWF
Über die Feldgrille, aus wikipedia: „Die Feldgrille verfügt über eine hoch entwickelte akustische Kommunikation, die sich auf differenzierte Laut- und Gehörorgane stützt. Nur die geschlechtsreifen Männchen sind zu Lautäußerungen befähigt, die als Gesang, Zirpen oder Stridulation bezeichnet werden, der Vorgang der Schallbildung dementsprechend als singen, zirpen oder stridulieren“ – vereinfacht: sie reiben die Flügel aneinander

Andreas Pospisil lacht bei Sonnenschein auf bunten Wiesen und geht auf Suche nach seinen geliebten Schmetterlingen! Foto: IWF
Am Buchberg: auch hier gibt es noch artenreiche Wiesen, noch mehrere auch am Weg zum Heurigen Trat-Wiesner, wo wir die erfolgreiche Exkursion gemütlich ausklingen ließen! -IWF-