Der erste gemeinsame Spaziergang der Ortsgruppe Naturschutzbund Klosterneuburg im Jahr 2020 führte uns in die Au. An der Donau und an den Augewässern kann man auch im Winter schöne Naturbeobachtungen erleben: gleich zu Beginn unseres Weges von der Haassiedlung zur Pionierinsel konnten wir mehrere Grau-Reiher entdecken, die leider recht rasch davonflogen, da sich ein Hund näherte.
Zuerst begutachteten wir den Eschen-Ahornbestand. Die geringelten Eschen-Ahornbäume haben einen dick überwallten Steg ausgebildet, den wir im Juni entfernen wollen, um diesen Neophyten die letzte Kraft zu nehmen, damit sie sich nicht weiter ausbreiten und den noch recht naturnahen Weidenbestand bedrängen können.
Die Hundeproblematik begleitete uns die ganze Pionierinsel bis zum oberen Teil der Strandbadsiedlung, da die meisten anderen SpaziergängerInnen mit mindestens einem, meist aber drei Hunden pro Person, unterwegs waren, alle ohne Leine, (fast) alle ohne Maulkorb, freilaufend, keiner der Hundebesitzer kümmerte sich, ob und wo sein Hund sein Häufchen hinterlässt… ein Hund hat sogar den Garten eines Siedlungshauses umgegraben, wir konnten ihn viele Minuten lang beim eifrigen Graben eines tiefen Lochs beobachten, sein Besitzer ließ sich nicht blicken.
Abseits des Hundethemas, das dort leider ein großes Thema mit Konfliktpotential ist, konnten wir noch viele Kormorane und einige Enten auf den Buhnen in der Donau beobachten, auch Biberspuren an den Bäumen. Schöne Altarme, aber der Lärm der Donauufer-Autobahn ist ständig zu hören und mindert leider das Erholungserlebnis.
Bevor wir uns in der „Wüdn Goaß“ wieder aufwärmten und stärkten, genossen wir die Abendsonne an den Pappeln und am gegenüberliegenden Bisamberg, vom Strandbad aus.